Eine Geschichte vom Versagen – Teil 1

Ich habe da so ein Plattenmoped. Irgendwann mal auf dem Flohmarkt gekauft. In Kalifornien. Somit ein Problemmoped, weil es ja gerne mit 110 V und 60 Hz betrieben werden will. Wegen Synchronmotor und so.

Der einfache Versuch an einem Trenntrafo bestätigt dies leider. Die Drehzahl ist nun mal um 5/6 zu niedrig. Die einfache Lösung liegt auf der Hand:

Man nehme einen Oszillator, der 60 Hz sinusförmig erzeugen kann, dazu einen Verstärker und einen passenden Trafo zum Hochtransformieren der Ausgangsspannung. Und fertig ist das Ding.

Billigste Oszillatoren mit dem allseits beliebten XR2206 gibt es für unter 10 € in der Bucht. Also sofort so ein Teil geschossen.

Ein Trafo lag noch rum, ein Schaltnetzteil auch. Einen passenden Schaltverstärker mit 60 W Ausgangsleistung gab es für 5 € inclusive Versand ebenfalls in der Bucht.

Und fertig ist das Ding. Denkt man so.

Leider versagt das Verstärkerchen bereits bei der kleinsten Leistung (im Leerlauf des Trafos).

Hätte man drauf kommen können. Die 60 Watt bringt der:

  • Am Sonntag
  • Auf dem Mars
  • In Flüssighelium
  • Für eine Sekunde
  • MAXIMAL

Der nächste Versuch fand dann mit einem “Spezialverstärker” statt. Gemacht für Subwoofer. Leider war das Ergebnis nur unwesentlich besser.

Sobald auch nur ein Ansatz an Last auf der Sekundärseite des Step-Up-Trafos auftauchte, ging der Amp in den Eigenschutz.

Wer nicht will, darf nicht.

Wer nicht kann, darf nicht mehr.

Eat this, bro!

Kommentare

Eine Antwort zu „Eine Geschichte vom Versagen – Teil 1“

  1. Avatar von BösesVinyl

    😀 ABBA sag mal … war die Drehzahl nicht um 1/6 zu niedrig … so mit 50Hz vom Trenntrafo bei erwarteten 60Hz? Ja, ja, ja … schon klar und so.

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